Maianfang ohne Sant’Efisio: Virtuelle Sfilata durch Cagliari mit gediegenen Fotos von Carlo Marras

Eine Frau in sardischer Tracht – beim Sant’Efisio-Umzug 2018. Foto: Carlo Marras

Cagliari, 3. Mai 2020. Vor lauter Corona-Nachrichten, dem totalen Reisestopp und einer zumindest bis heute noch anhaltenden Ausgangssperre fiel es fast gar nicht auf: Das Coronvirus hat auch den größten, genialsten und schönsten Trachtenumzug Sardiniens lahmgelegt. Die Sagra di Sant’Efisio fand in diesem Jahr nicht statt, vom Umzug des Heiligen aus der gleichnamigen Kirche im Quartier Stampace nach Nora. Einmal abgesehen. Und wie im Mai 1943 war es auch 2020 ein Wagen der italienischen Armee, der den Heiligen und Schutzpatron der Stadt nach Nora in eine kleine Kirche zum Ort seines Martyriums brachte – und heute wieder in die ihm gewidmete Kirche zurückfährt.

Unerwartete Opulenz: Trachtenumzug Sant’Efisio im Jahr 2018.
Foto: Carlo Marras

Doch wen dieses einmalige Fest dennoch interessiert, das kein muffiger Trachtenumzug ist, sondern ein Spiegel der sardischen Seele, der gediegenen Schönheit ihrer Menschen und unglaublichen Eleganz und Vielfältigkeit der Schneider- und Goldschmiedekunst, das in ganz Italien seinesgleichen sucht, dem seien die Foto von Carlo Marras empfohlen. Niemanden gelingt es besser als diesem cagliaritanische Fotografen, diese farbenfrohe und erhaben schöne Spektakel in Szene zu setzen. In seinen Bildern spiegelt sich auch das wider, was in anderen Regionen im italienischen In- und Ausland selten so ausgeprägt gelebt wird wie auf Sardinien – nämlich dass vor allem Jugend und junge Erwachsene stolz und selbstbewusst leben.

Filigran, formvollendet, feminin: Eine junge Sardin beim Trachtenumzug Sant’Efisio im Jahr 2018.
Foto: Carlo Marras

Wer das nicht glaubt, dem sei der Umzug am 1. Mai 2021 empfohlen. Oder die Fotos von Carlo Marras.

Francesca Perra beim Sant’Efisio-Umzug 2018. Foto: Carlo Marras

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