Buschbrände halten Sardinien in Atem: Etliche Hektar allein am Samstag verbrannt – Wohngebiete gefährdet

Cagliari, 9. August 2020. Etliche Hektar mediterraner Macchia sind auch am Samstag inselweit auf Sardinien Buschbränden zum Opfer gefallen. Insgesamt zählten die Feuerwehren 17 größere Brände, bei denen vier den Einsatz von Löschhubschraubern erforderlich machten, berichtet das Newsportal Sardiniapost. Einige Brände kamen auch Wohngebieten gefährlich nahe.

Bei Fonni in der Gemarkung Riu Dudulu fielen acht Opfer. Drei Hubschrauber der Guardia Forestale mussten helfen, ein Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Ein weiterer Hubschrauber wurde bei Sassari in der Gemarkung M.Uccari eingesetzt. Fünf Hektar Vegetation gingen hier in Flammen auf.

Bei Ollolai musste ebenfalls ein Löschhubschrauber zur Brandbekämpfung angefordert werden. Zwar ging hier nur ein Hektar Land verloren, aber der Brandherd lag gefährlich nah an einem Wohngebiet, wo sich ein Agriturismo und Gasleitungen befinden.

In Paulilatino waren ebenfalls drei Löschhubschrauber im Einsatz. Das Feuer war auch am Sonntagmorgen noch nicht unter Kontrolle – trotz der Hilfe mehrerer Löschfahrzeuge. Unklar blieb zunächst, wie viele Hektar Land betroffen sind.

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Ein Canadair-Löschflug kam am Donnerstagabend in der Nähe des Dorfes Burgos zum Einsatz, um einen Buschbrand zu bekämpfe, der der Siedlung gefährlich nahe kam. Foto: Vigili del Fuoco

Flammen kommen malerischem Burgos im Norden gefährlich nah – 3000 Hektar Macchia bei Bonovra verbrannt

Cagliari, 6. August 2020. Wiederauffrischender Mistral und anhaltende Trockenheit lassen den Feuerwehren auf Sardinien keine Atempause. In Burgos im zentralen Norden der Insel ist am späten Donnerstag ein Buschbrand ausgebrochen, der der Siedlung gefährlich nahe kommen könnte. Neben Bodentruppen der Feuerwehr ist auch ein Canadair-Löschflugzeug sowie ein Löschhubschrauber im Einsatz, um den Flammen Herr zu werden.

Nach einem Großbrand bei Bonovra in der Provinz Sassari, dem rund 3000 Hektar Weideflächen und mediterrane Macchia zum Opfer fielen, lodern noch an 20 weiteren Stellen auf der Insel Feuer, die zum Teil mit Löschhubschraubern und -flugzeugen bekämpft werden müssen.

Zwar sind derzeit keine Feriensiedlungen bedroht, aber die oft binnen kurzer Zeit wechselnden Windverhältnisse können die Lage immer wieder schnell ändern.

Das derzeit größte Feuer brennt in der Nähe des Bergdorfes Santu Lussurgiu am Rande der nördlichen Campidano-Ebene in der Provinz Oristano, wo die Flammen nach Angaben des Newsportals Sardiniapost bereits 20 Hektar mediterrane Macchia vernichtet haben. In Torpè nur wenige Kilometer von San Teodoro an der Nordostküste entfernt brennt es ebenfalls, sechs Hektar Land sind dort bereits verloren. Vor wenigen Tagen bedrohten die Flammen sogar mehrere Häuser.

Die weiteren betroffenen Orte mit den größten Bränden sind Loculi (Provinz Nuoro), Terralba (Provinz Oristano), Dolianova (Süd-Sardinien bei Cagliari), Uri (Provinz Sassari), Aidomaggiore (Provinz Oristano), Orgosolo (Nuoro) und Siurgus Dinigala (Süd-Sardinien)

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Wind und Dürre: Häuser nahe San Teodoro bedroht – 45 Buschbrände wüten zum Wochenende auf Sardinien

Cagliari, 25. Juli 2020. Gefährlich nahe sind die Flammen am Samstag bei einigen Buschbränden auf Sardinien Häusern in bei Torpè gekommen. Extrem trockene Witterung und immer wieder auffrischender Wind sorgten dafür, dass sich die Flammen schnell zum Teil in gefährlicher Nähe besiedelter Gebiete ausbreiten konnten. Am Samstag zählte das Corpo Forestale 22 Brände, von denen mehrere gelegt worden sein sollen. Am Freitag waren es 23 Brände, die die Feuerwehren der Insel mit Löschfahrzeugen, Canadair-Flugzeugen und “Super Puma”-Hubschraubern bekämpfen mussten.

Bei den drei größten Feuern, die am Samstag ausgebrochen sind, besteht der Verdacht der Brandstiftung. Das größte der drei Feuer brach in Torpé rund zehn Kilometer von dem bekannten Badeort San Teodoro in der Provinz Nuoro aus – in unmittelbarer Nähe des Dorfes, berichtet das Portal Sardiniapost. Insgsamt mussten drei Löschhubschauber bei der Brandbekämpfung die Bodentruppen unterstützen. Die Flammen vernichteten auf einem Gebiet von fünf Hektar Größe die Vegetation. Auch in Piscia Quaddu bei Godoni , in S’iscia de su puttu bei Usini und in Anela bei Bosa mussten größere Feuer gelöscht werden.

Am Freitag kamen in Villaspeciosa zwei Hubschrauber beim Löschen zum Einsatz, zwei Hektar Macchia gingen in den Flammen auf. Auch in Oniferi und Pula gingen einige Hektar in Buschbränden verloren.

An der Straße zwischen Alghero und Olmedeo und in der Nähe von Dolianova (Loc. Gruxi de Maidana, Provinz Cagliari) gelang es den Feuerwehren nicht, die Flammen von weit ausgedehnten Buschbränden am Freitag zu löschen. Bei Gruxi de Maidana sind auch einige Landhäuser gefährdet.

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Im Dauereinsatz: Die sardischen Feuerwehren (Archivbild)

Neue Hitzewelle, zahlreiche Feuer auf Sardinien – Gewitter bringen nur eine kurze Abkühlung

Cagliari, 23. Juli 2020. Auf Sardinien rollt eine neue Hitzewelle mit Spitzenwerten bis 38 Grad zu. Diese Werte können nach Angaben des Wetterdienstes Meteo Network Sardegna vor allem in den Gebieten Marghine, Goceano, Supramonte und der Campidano-Tiefebene auftreten. Für die kommenden Tage bis zum Wochenende sind kurze Regenschauer mit Gewittern möglich – allerdings nur im Norden und der Zentrum der Insel.

Fast 30 Feuer wüten auf der Insel

Angespannt bleibt die Lage für die Feuerwehren auf Sardinien. Am Dienstag würden 26 Feuer auf der gesamten Insel gezählt, die die Feuerwehren bekämpfen mussten. Zum Teil wurden dabei auch Löschflugzeuge eingesetzt. Betroffen waren und sind zum Teil laut “L’Unione Sarda” noch immer die Ortschaften und Regionen um Benetutti, Anela, Farcana, Alà dei Sardi, Nule, Dorgali, Mogoro, Goni.

Oberflächentemperatur des Meeres knackt 27-Grad-Marke

Mittlerweile hat die Oberflächentemperatur des Meeres die 27-Grad-Marke geknackt – zumindest im Südlichen Tyrrhenischen Meer, das von Tortolì bis Villasimius reicht. Die 3-Tages-Vorschau aller vier Meere gibt es hier bei Sardinien Intim.

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Ein Fotokünstler auch im Wasser: Ivan Enrico Pusceddu

Erste Glutwelle des Sommers beschert Sardinien Scirocco und Temperaturen bis zu 42 Grad – Wasser knackt 25-Grad-Marke

Cagliari, 1. Juli 2020. Die Touristenströme auf Sardinien lassen noch immer auf sich warten – zu groß ist die Verunsicherung wegen der Coronakrise, zu herb erlittene Verluste durch ausgefallene Flüge. Und dementsprechend hoch ist die Stornierungswelle in den Hotels. Nur die wüstenähnlichen Temperaturen, die rollen, Corona hin, Corona her, gerade auf die Insel zu. Die Spitzenwerte sollen bei bis zu 42 Grad liegen.

Am Dienstag milderte der Mistral die Glutwelle noch ein bisschen – und ließ die Spitzenwerte unter der 40-Grad-Marke. Aber am Mittwoch sind Höchstwerte von bis zu 42 Grad in der Region von Oristano vorhergesagt, zitierte Ansa den Wetterdienst der Aeronautica Militare in Decimomannu. Am Wochenende soll dann wieder der Mistral die Windgeschäfte übernehmen – mit allerdings nur leicht niedrigeren Temperaturen.

Die Wassertemperaturen sollen heute die 25-Grad-Marke knacken – und zwar im südlichen tyrrhenischen Meer an Sardiniens Südostküste. Einen Überblick über die aktuellen Oberflächenwassertemperaturen gibt es hier bei Sardinien Intim.

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Kühl, aber cool: Der Hügel Monte Turno bei Castiadas im Spätwinter 2020, gesehen von Ivan Enrico Pusceddu

Frisch & funky: Wasser- und Lufttemperaturen in Sardinien halten sich nach mildem Winter die Waage

Villasimius, 15. Februar 2020. Der Winter fällt in diesem Jahr nicht nur in Mitteleuropa aus, sondern auch im Mittelmeer. Die Landwirte bekommen natürlich die Krise beim Blick auf das Temperatur-Rekordhoch der vergangenen 30 Jahre. Denn die Pflanzen treiben zu früh aus. Zudem sind die Böden schon jetzt viel zu trocken, da die Witterung nicht nur warm, sondern auch niederschlagsarm war.

Frühreisende des Spätwinters auf Sardinien hingegen profitieren von einem Temperaturenmix, der ungewöhnlich ausgeglichen ist. Denn sowohl die durchschnittlichen Luft- als auch Wassertemperaturen liegen deutlich höher als üblich. Gilt der Februar als der unangenehmste Monat mit Lufttemperaturen, die selbst an der Küste oft in unteren einstelligen Bereich absacken können, liegt das Mittel im Augenblick an der Küste bei 12 bis 16 Grad – mit deutlich höher gefühlten Temperaturen um die 20 Grad, wenn die Sonne rauskommt und der Wind nicht weht. Und auch die vier Meere um Sardinien herum changieren mit Werten zwischen rund 14 und 15 Grad zwei Grad über dem Durchschnitt.

Hier ein Link zu den aktuellen Wasseroberflächentemperaturen mit 3-Tage-Vorschau und einer Wochen-Vorschau von rund 20 ausgewählten Orten der Insel.

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