Die schönsten Strände Sardiniens

  • Capo Comino

Wer immer auch die Qualität der sardischen Strände untersucht, kommt zum gleichen Ergebnis: sie zählen zu den schönsten mit der besten Wasserqualität. Und zwar nicht nur in Italien, sondern im ganzen Mittelmeer.

Zwei der führenden Umwelt- und Tourismusorganisationen haben 2017 einen neuen „Guida Blu“ veröffentlicht, den „Blauen Führer“. Legambiente und der Touring Club Italiano kommen darin zum Schluss, dass drei von fünf Stränden Italiens, die die Premium-Auszeichnung „fünf Segel“ verdienen, in Sardinien zu finden sind: die ewig langen Sand- und Dünenstrände von Chia an der Südwestküste, Posada im Nordosten zwischen San Teodoro und Siniscola sowie die Traumstrände der Steilküste von Baunei in der Ogliastra an der Ostküste. Besser geht’s nicht.

Zu den nichtsardischen Sahnestränden zählen die beiden anerkannten Organisationen auch Castiglione di Pescaia in der Toskana am Nordrand der Maremma und einen Stradtstrand – jenen von Otranto in Apulien.

Tavolara von Capo Coda Cavallo aus gesehen Foto: Sardegna Georgraphic / Marco Leone

Indikatoren waren neben der Biodiversität der martimen Fauna und Flora auch die Art der Bodennutzung und das touristische Angebot sowie Initiativen für die nachhaltige Nutzung der Umwelt. „In diesen Jahren haben wir einen starken Wandel erlebt vom Massentourismus zum Qualitätstourismus“, sagte Rossella Muroni, Präsidentin von Legambiente, der italienischen Nachrichtenagentur ANSA bei der Präsentation der Liste am 16. Juni 2017. Immer mehr Menschen wählten bewusst Ziele aus, die „ecofriendly“ seien.  Ein Anglizismus, mit dem selbst Muroni bewies, wie fremd ökologische Konzepte in Italien noch immer zu sein scheinen.

Wenn der touristische Service aus dieser Klassifikation weggelassen werden könnte, erhöhte sich die Zahl der „5-Segel-Strände“ in Sardinien um etliche Dutzend. Denn bis auf wenige Ausnahmen wie Portoscuso zwischen dem sardischen Festland und der Isola di San Pietro, die die Meerenge mit hochgiftigen Schwermetallen durch die angrenzende Aluminium-Industrie schleichend verseucht hat, gelten die sardischen Strände als das unbefleckte Paradies des Mittelmeers.

Besser geht’s nicht: „5 Segel“ des Touring Clubs und Legamabientes für die Strände von Baunei – wie hier Cala Goloritzé. Foto: Sardegna Geographic/Max Maddanu