Feuer und Wasser: Sardinien im Griff höllischer Hitzewelle aus der Sahara

Unterwasser-Freuden: Sahara-Hitze muss draußen bleiben. Foto: Enrico Ivan Pusceddu

Eine ungewöhnlich lange und zähe Hitzewelle hat Sardinien seit einer guten Woche im Griff – mit wahrlich höllischen Spitzentemperaturen von bis zum 42 Grad. Wer kann, flüchtet ins Meer (siehe Foto oben), denn selbst am Strand ist es oft kaum zum Aushalten, wenn nicht mal der heiße Scirocco aus dem Süden weht, den die Sarden verabscheuen wie der Teufel das Weihwasser.

Das größte Problem abgesehen von der Trockenheit, die viele Landwirte immer wieder an den Rand der Existenz bringt, ist ein anderes: Feuer. Eine Funke genügt in dieser Hitze, um Wälder explosionsartig in Flammen aufgehen zu lassen. Wenn dann auch noch Wind dazukommt, wird es schwierig, die Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

Haben es nicht geschafft, den Flammen zu entkommen: sardische Schafe bei Gonnosfanadiga.

So geschehen auch vor zwei Tagen zwischen Gonnosfanadiga und der Costa Verde an der sardischen Westküste, wo Flammen rund 2000 Hektar Vegetation, Häuser und auch viele Tiere vernichtet haben.

Das Bitterste daran ist: wie die Menschen von „Gonnos“ erzählen, wurde das Feuer mit großer Wahrscheinlichkeit von Menschenhand gelegt. Ein Akt totaler zwischen totaler geistiger Umnachtung und abgrundtiefer, inhumaner Verachtung für die Natur und die Menschen, die in ihr leben.

Leider passiert es immer wieder, dass aufgrund von Streitigkeiten irgendwelche stronzi (Arschlöcher) und imbecilli (Schwachköpfe) gezielt zum Zündholz greifen, um einer Person zu schädigen, hirnlos in Kauf nehmend, dass ein Feuer bei diesen Verhältnissen Schäden in Millionenhöhe erzeugt und die Natur um Jahre zurückwirft.

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