Neue Unwetter in Sardinien – Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Rettungskräfte bergen den Wagen von Tamara Maccario, die in der Nacht zum Donnerstag während des Unwetters vor den Augen ihrer Töchter ertrank.       Foto: Fabio Murru

Die Staatsanwaltschaft Cagliari hat in Zusammenhang mit dem schweren Unwetter vor einer Woche im Süden Sardiniens jetzt Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Die Ermittlungen betreffen laut der Nachrichtenagentur ANSA den Tod der 44-jährigen Tamara Maccario aus Assemini nahe Cagliari, die unter besonders dramatischen Umständen in der Nacht zum Donnerstag vor den Augen ihrer drei Töchter in den Fluten verschwand und ertrank.

Die 44-Jährige hatte versucht, sich aus Angst vor Überflutung des eigenen Hauses nachts um drei Uhr mit ihren drei Töchtern und dem Ehemann im Auto in Sicherheit zu bringen. Sie wurde jedoch von den Fluten eines über die Ufer getretenen Flusses nahe der Lagune Santa Gilla überrascht. Während die Töchter und der Ehemann sich retten konnte, ertrank die Mutter. Ihre Leiche wurde am Donnerstagmorgen am Rande der Lagune gefunden.

Von dem 38-jährigen Schäfer aus Castiadas, der bei Capo Ferrato seit Donnerstag vermisst wird, fehlt nach wie vor jede Spur. Er hatte am Cap seine Schafherde zum Weiden geführt. Suchtrupps halten inzwischen für möglich, dass der Schäfer von den Fluten erfasst und ins Meer gerissen wurde.

In der Nacht zum Dienstag wurde Sardinien erneut von heftigen Unwettern heimgesucht, die jedoch ohne nennenswerte Schäden zu hinterlassen. Aktuelle Information zur Wettervorhersage gibt es unter der Rubrik “Wasser/Luft in C°” von Sardinien Intim.

Die durch das Unwetter wegen eines Brückeneinsturzes gesperrte SS195 zwischen Cagliari und Capoterra wurde am Dienstag unterdessen wieder in Betrieb genommen, meldet ANSA.

Der Unglücksort liegt bei Assemini und einer großen Lagune nahe der Inselhauptstadt Cagliari. Der Kanal war bei dem Unwetter über die Ufer getreten und hatte das Auto der Familie des Opfers erfasst. Foto: Carabinieri / La Provincia del Sulcis

 

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