Eis, Schnee und stürmische Winde: Ungemütlicher Jahresanfang zwischen -4 und +12 Grad Celsius

Gischtumspült im pastellfarbenen Sonnenuntergang: der Pan di Zucchero, Sardiniens “Zuckerhut”, vor der Westküste bei Masua. Foto: SG / Jessica Usai

Eigentlich ist der Januar der Monat auf Sardinien, der die Einheimischen bis zur letzten Woche glauben lässt, der Winter sei nur eine Erfindung des Festlands. Nicht selten schnellen die Temperaturen in der letzten Woche vor den 25. Januar noch einmal nach oben, nicht selten über 20 Grad, bevor es dann wirklich winterlich frisch wird. Die Tage werden Secchi di gennaio genannt, die “trockenen Tage des Januar”. Die Felder und Wiesen grünen gesprenkelt mit bunten Tupfern von wilden Narzissen, der Rosmarin blüht, die weißrosa gefärbten Mandelblüten sprenkeln den blauen Himmel.

Doch dieser Januar verläuft anders: Während in den Alpen ein schneewütiger Winter tobt, hat Eis selbst das Flachland im Campidano im Griff – zumindest nachts. In Nuoro, 554 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, wird es heute nicht “wärmer” als -4 Grad Celsius. Und selbst die verwöhnte Hauptstadt Cagliari im Süden der Insel geizt mit mageren 12 Grad… 3,5 Grad weniger, als derzeit das Oberflächenwasser am Poetto misst.

Ab Sonntag soll zudem ein heftiger Mistral mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h aus Richtung Nordwest die Westküste Sardiniens aufschäumen. Aber bis zum Verfallsdatum der Secche di Gennaio ist ja noch ein bisschen Zeit…

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