Nuraghen im Winterkleid: Schnee und Kälte haben Sardinien fest im Griff

Der Nuraghe in Barumini – der größte, den Sardinien zu bieten hat. In diesem Winter hat er sich bereits mehrmals im weißen Kleid gezeigt. Foto: Sardegna Geographic

Bis zu knapp 20 Grad Temperaturunterschied finden sich in diesen Januartagen auf Sardinien – und das nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Bis zu -3° Celsius werden in den Bergen der Provinz Nuoro an diesem Wochenende in der Luft gemessen. Knapp 20° Celsius wärmer ist es im Wasser an der Ostküste am Golfo di Orosei. Dort liegt die Temperatur des Oberflächenwassers gerade bei 14,3° Celsius, hier nachzusehen in der 3-Tages-Vorschau für alle vier Meere um Sardinien herum.

Besonders spektakulär sieht das eisige Winterkleid aus, wenn es auf die Ruinen der Nuraghen fällt – konische Türme aus großen Felsblöcken, die ald Wehrtürme von den Ur-Sarden, Nuraghier genannt, in der Bronzezeit errichtet wurden.

Die grandioseste Anlage ist in der Marmilla bei Barumuni zu sehen: Su Nuraxi. Das Besondere an diesem Nurgahe ist, dass es sich um eine Ringburg handelt, dem größten Nuraghen-Komplex von Sardinien. Der 15 Meter hohe Hauptturm ist von vier kleineren Türmen umgeben, die über eine Mauer mit dem Hauptturm verbunden sind. Der zentrale Turm war einst in zwei Stockwerke unterteilt. Im Innenhof befindet sich ein 20 Meter tiefer Brunnen in Halbmondform.

Die ältesten Teile der Anlage gehen bis in das 11. Jahrhundert v. Chr. zurück. Er ist Bestandteil des Weltkulturerbes der UN. Auf Sardinien gibt es rund 7000 Nuraghen, von denen oft nur wenig übriggeblieben ist. Die Archäologen streiten sich bis heute darüber, ob sie nur als Abwehranlagen dienten – oder auch als Tempel oder Paläste.

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