Nilfieber-Virus zirkuliert auf Sardinien – Behörden warnen vor Mückenstichen

Cagliari, 11. Oktober 2021. Nilfieber-Alarm auf Sardinien: Die Gesundheitsämter informierten am Sonntag, dass in mehreren Mücken und auch Krähen das West-Nil-Fieber- und Usutu-Virus nachgewiesen worden sind. Betroffen ist bislang die Provinz Sassari. Dort wurde das Nilfieber-Virus in den Gemeinden Alghero und Ozieri in einigen Nebelkrähen nachgewiesen. In der Gemeinde Oschiri hingegen wurde das Usustu-Virus bei Mücken gefunden, berichtet L’Unione Sarda.

Die Gesunheitsbehörden riefen die Bevölkerung dazu auf, Vorsorge zu tragen, nicht von Mücken und anderen Insekten gestochen zu werden, die die Viren auf den Menschen übertragen können. Fälle von Übertragungen auf den Menschen sind bislang auf Sardinien allerdings nach dem Nachweis der Viren bislang noch nicht bekannt.

Sardiniens Behörden raten zu Vorsichtsmaßnahmen gegen Nilfiebervirus

Die Behörden raten, sich besonders in den Dämmerungsphasen mit Mückenspray oder entsprechenden Cremes sowie entsprechende Kleidung gegen Stiche der Insekten zu schützen, die sie in diesen Tagesphasen besonders aktiv sind. Zudem sollte auch darauf geachtet werden, im Hausbereich stehendes Wasser zu vermeiden – etwa in Untersetzern von Pflanzentöpfen, Abflüssen oder Wannen oder anderen Behältnissen, in denen sich Wasser sammeln kann, was den Insekten zur Vermehrung dient.

Das Nilfieber-Virus wird Mittelmeerraum normalerweise durch Zugvögel aus Afrika eingeschleppt und anschließend durch Mücken auf Menschen und auch Pferde übertragen. Warmes Klima begünstigt die Vermehrung des Virus, weswegen Experten in Zukunft mit einer Zunahme von Fällen dieser tropischen Fieberkrankheit auch in Europa rechnen, vor allem im Süden.

Etwas 80 Prozent der Infektionen verlaufen symptomfreu. Bei den übrigen 20 Prozent treten grippeähnliche Symptome auf. Bei der Hälfe dieser 20 Prozent tritt laut Robert-Koch-Institut (RKI) zudem ein „blasses, makulopapulöses Exanthem auf, das sich vom Stamm zum Kopf und zu den Gliedmaßen ausbreitet“. Nur etwa jede 100. infizierte Person leide schwer an einer neuroinvasiven Form der Erkrankung. Bei einem Teil dieser Patienten trete eine zumeist gutartige Meningitis auf. In seltenen Fällen entwickele sich eine Enzephalitis.

Genauere Informationen gibt es auf der Seite des RKI hier.

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