Mountainbike total: Zehn Traum-Touren zwischen Smaragdmeer und wilder Bergwelt

Costa Verde      Foto: www.ichnusabike.it

Costa Verde Foto: www.ichnusabike.it

Wer sportliche Mountainbike-Touren mit wilden Wechseln zwischen einsamen Bergen und karibikähnlichen Mittelmeerstränden liebt und sich außer der Anreise und dem Abladen des Gepäcks um nichts kümmern will, der sollte einen Blick auf die Karte werfen, die Amos Cardia jetzt in Cagliari vorgestellt hat. Zehn ausgewählte mehrtägige Stecken (siehe Galerie) zwischen insgesamt 180 und 450 Kilometer Länge und einer Höhendifferenz von bis zu 12.000 Metern hat der 38-jährige MTB-Guide, der sich inzwischen voll und ganz diesem Metier widmet, mit sieben weiteren Kollegen, die aus allen Ecken Sardiniens stammen, zusammengestellt.

„Am Anfang habe ich die Informationen von den anderen nur stückweise bekommen“, sagt Cardia. Aber nach einer Weile wuchs die Begeisterung für das gemeinsame Projekt dann immer weiter an. „Herausgekommen ist schließlich ein Touren-Angebot, dass das gesamte geographische Spektrum der Insel abdeckt und landschaftliche Kontraste und Panoramen bietet, die man nur mit dem Mountainbike erleben kann.“ Zudem, sagt Cardia, soll es mit dem Mythos aufräumen, dass es unberührte, schöne Natur auf Sardinien nur in den Bergen der Barbagia gibt.

Eine der spektakulärsten Routen heißt Sardinia Coast to Coast. Sie führt von den gigantischen Dünen der Costa Verde bei Piscinas im Südwesten Sardiniens hinauf zu den marsähnlichen Abraumhalden der Minengebiete von Montevecchio, durch endlose Korkeichenwälder und Olivenhaine bis zum Gennargentu-Massiv, dem Dach der Insel.

Diese 320 Kilometer lange Strecke (Höhendifferenz: 6.100 m) endet nach einem der schönsten Downhill-Parcoure, die die Insel zu bieten hat,  in Cala Gonone, der einzigen Siedlung des sonst von steilen Felswänden eingefassten Golfo di Orosei, wo man sich, wie die MTB-Experten schreiben, „das Adrenalin der Abfahrt im kristallklaren Wasser des Golfs abwaschen kann.“ Das folgende Video hat zwar nichts mit Biken zu tun, zeigt jedoch kurz und knackig in gefälligen Bildern die gediegenen landschaftlichen Schönheiten, die größtenteils aus Sardiniens Südwesten stammen (in HD!).

„Die Königs-Tour für mich aber ist TranSardinia Classic, die über 450 Kilometer und einer Höhendifferenz von 12.000 Metern fast genau südlich von Olbia Richtung Cagliari verläuft“, schwärmt Cardia, der seit mehr als 20 Jahren auf Mountainbikes über seine Insel kurvt. „Ein Potpourri aus Bergkämmen und Schluchten, zwischen denen atemberaubende Hochplateaus, die kaum jemand kennt, immer wieder Gelegenheiten zum Verschnaufen bieten“. Gutes Training und Technik sind für diese Strecke Voraussetzung.

Wer sich voll und ganz dem Austoben aus dem Sattel hingeben will (der Wille dazu ist fast schon ein Muss, denn alle Touren verlangen  solide körperliche Kondition), kann vom ersten bis zum letzten Tag die Organisation den einheimischen MTB-Cracks überlassen, ohne sich um Gepäcktransport, Streckenführung (die nicht zu unterschätzen ist, denn Beschilderung ist hier fast nirgendwo vorhanden), Unterkunft, Essen oder Sonstiges kümmern zu müssen. Eingekehrt wird meist in Agriturismi, die direkt an der Strecke liegen – bäuerliche Teilzeitbetriebe, die die Lebensmittel fast immer selbst erzeugen und einen Großteil der Hof- oder Hausanlagen in zum Teil wunderschöne  Landunterkünfte umfunktioniert haben. Individualisten können sich zum Beispiel auch tagweise sich zu der Gruppe buchen oder sich für reine Solo-Touren von den Veranstaltern wenigstens mit GPS und logistischer Unterstützung ausrüsten lassen.

Die Einzeltouren im Überblick stehen unten in der Galerie. Genauere Informationen gibt es hier: www.amoscardia.comwww.transardinia.it, www.ichnusabike.it, www.skedaddleitalia.com, www.mtbsardegna.com

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