Maden-Käse und halbrohes Pferdefleisch: Einführung in die bizarre sardische Küche

Gebratener Lammdarm (cordula), von Maden vorverdauter Pecorino  (casu marzu – die Maden werden mitgegessen…), rohe Krebse (granchi crudi) oder halbrohes Pferdefleisch (carne di cavallo al sangue): Es gibt viele kulinarische Spezialitäten der sardischen Küche, die im ersten Augenblick beim Nichtkenner mehr Entsetzen als alles andere auslösen – vor allem, wenn die Begegnung unvorbereitet kommt.

Eine wunderbare Einführung für Neugierige (und sei es nur, um auch später zuzuschauen) und Basis-Immunisierung für schwache Mägen hat der US-Journalist Andrew Zimmern mit seiner Serie Bizarre Foods vom britischen Travel Channel produziert. In 32 Minuten portraitiert der New Yorker die sardische Lebensmittel-Exotik erfrischend unterhaltsam und informativ (auf Englisch).

Die ansteckende Frohnatur von Zimmern dürfte dabei sicher dem einen oder anderen helfen,  Skepsis gegenüber dieser ungewöhnlichen Küche abzubauen, die die Sarden lieben und pflegen – und die sich wie auch ihre gewöhnliche Küche, die sich viel mehr an Land- als an Meergerichten orientiert, ganz allgemein von der italienischen allein dadurch unterscheidet: die Geschmacksnoten sind viel kräftiger und herzhafter. Prädikat der Dokumentation: absolut empfehlenswert!

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