Der Reiskorn-Quarzstrand von Is Arutas

Foto: Bella Cabras

Foto: Bella Cabras

Transparenter, weißer Quarzsand in Reiskorngröße, rotgrünbraunviolett gefleckt, seit ewigen Zeiten vom Meer aus dem Granitsockel der knapp zehn Kilometer nordwestlich vorgelagerten Isola di Mal di Ventre gewaschen und von mistralgekämmten Wellten hier her gespült:  Is Arutas zählt ohne Zweifel zu den mit Abstand schönsten Stränden ganz Sardiniens. Und wer einen besonders klaren Tag erwischt, an dem vielleicht auch der Mistral, der hier oft bläst, sich mal eine Pause gönnt (siehe Bild), wird das extrem intensive, hellblaue Leuchten des Meeres kaum fassen können.

Die Küste der Sinis-Halbinsel, auf der sich Is Arutas in der Mitte zwischen Capo Mannu im Norden und Tharros im Süden befindet und die den nördlichen Beckenrand des Golfo di Oristano bildet, zählt zu jenen Flecken Sardiniens, die am ruhigsten geblieben sind und die auch in der Hauptsaison meist nur um ferragosto* herum für ein, zwei Wochen etwas voller werden. Und selbst dann treten sich Besucher hier so gut wie nie auf die Füße. Zudem gibt es mehrere Alternativen wie Maimoni etwa vier Kilometer weiter südlich, der mit dem selben Quarzsand überzuckert ist.

Große Hotels fehlen in dieser Region gänzlich, stattdessen gibt es inzwischen eine gute Auswahl von Agriturismi, die nicht selten exzellente Küche bieten und Fisch meist direkt nach dem Fang direkt von den Fischern beziehen. Eine größere Auswahl von Appartments und Villen gibt es vor allem im Norden den Sinis-Halbinsel bei Putzu Idu, Mandriola, Sa Marigosa und Sa Rocca Tunda. Auch ein Blick in die nähere Küstenregion lohnt sich. Eines der schönsten Beispiele der gesamten Region ist das Hotel Lucrezia in Riola Sardo.

* Ferragosto leitet sich ab von der lateinischen Bezeichnung Feriae Augusti, den „Ferien des Augustus“. Sie gehen zurück auf das Jahr 29 v. Chr., in dem  der erste römische Kaiser Augustus vom 13. bis zum 15. August in der ewigen Stadt die Eroberung Ägyptens nach den Siegen über Kleopatra und Marcus Antonius feiern ließ. Als Feiertag davon übrig geblieben ist lediglich der 15. August (was nicht bedeutet, dass öffentliche Ämter und auch Handwerksbetriebe deshalb am 14. und 16. August geöffnet hätten oder, falls sie geöffnet sind, funktionieren), der den Italienern gemeinhin als klimatologischer Höhepunkt des Sommers gilt. Fast jeder Italiener versucht, an diesem Tag ans Meer zu gehen.

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