Secche di Gennaio: Noch ein Schuss Sommer vor dem sardischen Nicht-Winter

c2a9-ulf-lc3bcdekeAzoren-Hochs im Januar sorgen auf dem Kontinent für niedrige Niederschlagsmengen und milde Temperaturen. In Sardinien hingegen kann es bei solchen Gelegenheiten schnell für ein paar noch einmal über 20 Grad warm werden, bevor der Winter dann für ein paar Wochen etwas entschlossener zupackt. Soweit man von Winter überhaupt sprechen kann… Denn zumindest am Meer ist sein Atem so gut wie nie zu spüren.

Der letzte Schneefall in Cagliari, der auch seinen Namen verdient, liegt 28 Jahre zurück. In einigen Bars oder beim barbiere hängen noch heute Postkarten von dieser “Naturkatastrophe”. Und meist zeigen sie die zahllosen Holzhütten am Poetto, die mit kräftigen Farbtönen die eisigen weißen Mützen heiter ignorieren. Sie waren als Umkleidekabinen gestartet und als wilde Mini-Villen geendet, bevor sie dann wenig später abgerissen wurden.

Secche di Gennaio wird das Azorenhoch-Phänomen genannt  – die “trockenen Tage des Januar”. Und sie sind tückisch, weil sie den Eindruck vermitteln, es gäbe überhaupt keinen Winter auf der Insel. Was mancher dann zwei, drei Tage nach Ende dieser verführerischen Wärmewelle mit einer fetten Erkältung büßt.

Auf alle Fälle lohnt es sich immer, Hochdruckgebiete in dieser Zeit zu studieren. Vielleicht gibt’s ja gerade einen billigen Direktflug nach Obia oder Alghero (Cagliari wurde ja leider im Winter längst wieder abgehängt)?

PS: Die Secche di Gennaio, die hier gerade entzücken, sollen mindestens bis zum 10. oder 11. Januar anhalten…

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