Herbstspektakel an der Ogliastra-Küste: Einsame Sahnestrände und warmes Meer

 

Bei Cala Luna hat sich die Schöpfung von ihrer einfallsreichsten Seite gezeigt. Der kleine Strand an der Mitte der Küste der Ogliastra ist von steilen Felsen und Klippen eingerahmt, von Oleander-Büschen gesäumt und nur per Boot oder einen längeren Fußmarsch zu erreichen. Im Sommer ist es hier gelegentlich ziemlich überlaufen.  Im Herbst aber, wenn das Meer noch angenehm warme Temperaturen von deutlich über 20°C hat,  gehört der Strand den Besuchern oft fast ganz allein.

Die felsige Küste der Ogliastra zwischen Tortolì im Süden und Dorgali im Norden, deren Kalksteinwände immer mehr zu einem Eldorado für Freeclimber werden, ist von mehreren Grotten durchlöchert. Die schönste von allen befindet sich am nördlichen Ende von Cala Luna – und zählt zu den meistfotografierten Motiven der Insel. Sonnenaufgänge gehören hier zu den schönsten Naturerlebnissen, die Sardinien zu bieten hat. Und mit jedem Tag Abstand von der Sommersaison wächst auch zugleich die (wenn auch geringe) Wahrscheinlichkeit, hier eine der Mönchsrobben zu sichten, die noch bis in die 90er-Jahre hinein regelmäßig diese abgelegenen und daher einst auch Sommer extrem ruhigen Strände aufgesucht haben.

Die meisten Bootsanbieter in Arbatax, Santa Maria Navarese und Cala Gonone fahren Cala Luna und die anderen Strände der Ogliastra zwischen Anfang Juni und Ende September mehrmals täglich an. Außerhalb der Hauptsaison kann man sich in den Häfen nach Skippern erkundigen, die individuelle Fahrten organisieren. Die sportliche Variante ist ein etwa zweistündiger Fußmarsch – und zwar am einfachsten von Cala Fuili aus – dem Strand am Südende von Cala Gonone. Der Pfad beginnt, wo die Asphaltstraße Richtung Süden endet. Der Fußmarsch von Cala Gonone bis Cala Luna (ausgeschildert!) mit herrlichen Meer- und Bergpanoramen ist eine anspruchsvolle Wanderung von etwa zwei Stunden. Und jeder Schritt lohnt sich.

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