Hitzewelle bringt Sardinien 37 Grad – Mistral heizt Waldbrandgefahr an

Capo Ferro bei Porto Cervo. Foto: Sardegna Geographic/Daniele Macis

30 Grad und Sonne im Norden Deutschlands, 19 Grad und schwere Gewitter im Süden: Wer das Mischmasch leid ist, findet in Sardinien den Meister des Sommerwetters. Nach einem durchwachsenen Frühjahr und Frühsommer soll es am heutigen Sonntag bis zu 37 Grad heiß werden – und zwar in der Sulcis-Region um Carbonia im Südwesten der Insel. Genau die richtigen Bedingungen, die dem klassischen Carignano dieser Region, der hier auf kalkigen Böden unter einer eher afrikanischen als europäischen Sonne wächst (zur tunesischen Küste sind es nur 200 Kilometer), seine körperreichen, würzigen und zum Träumen einladenden Geschmacksnoten einhaucht.

Abkühlung verspricht das Wasser – zumindest für einen kleinen Augenblick. Denn mittlerweile sind auch die Oberflächentemperaturen, die für Schwimmer interessant sind, in der türkisgrünen Traumwelt der insgesamt 1848 km langen sardischen Küste auf satte 26 Grad gestiegen.

Wasser, das auch fast kochend noch in vielen sardischen Gegenden dringend gebraucht würde – und zwar zum Löschen von Waldbränden. Der „Codice giallo“, Warnstufe Geld, gilt für fast alle Regionen der Insel. Der „Codice arrancione“, Warnstufe Orange, wurde am Samstag für die Gallura, den Medio Campidano und die Region um Sarrabus im Süden der Insel ausgerufen.

Die größte Sorge bereitet dem Corpo Forestale aber nicht einmal die Hitze, sondern vor allem der Wind. Denn im Laufe des Tages soll ein starker Mistral einsetzen, der jedes Sommerfeuer schnell in eine höllische Feuerwalze verwandeln kann.

Die Lage ist inzwischen so ernst, dass der Zivilschutz inzwischen sogar eine mögliche Verstärkung vom Festland avisiert hat, berichtet das Portal Sardinia Post unter Berufung auf die italienische Nachrichtenagentur ANSA.

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