Sardische Horizonte: Surfen in einem Meer von Pastelltönen und endloser Ruhe

© Stefano Atzeni

Cagliari, 19. September 2020. Eigentlich ist Stefano Atzeni spezialisiert auf Surffotografie auf Sardinien. Die Insel ist ein Eldorado für diesen Sport und seine Dokumentation. Vor allem ab Herbst und Winter pilgern die Surf-Gurus aus allen Richtungen des Kontinents auf die zweitgrößte Mittelmeerinsel. Besonders Westküste hat es den Wellenreitern angetan – mit längst legendären Mekkas wie Capo Mannu auf der Sinis-Halbinsel, S’Archittu, San Nicolò oder dem Strand von Nébida. Und Atzeni stürzt sich mit ihnen in die Fluten, um über, unter ihnen oder direkt mit fotographischen Tunnelblick in den Tubes nach den krassesten Motiven zu suchen.

© Stefano Atzeni

Surffotograf aus Cagliari mit 20.000 Followern auf Instagram

Der Cagliaritano hat inzwischen mehr als 20.000 Follower auf seinem Instagram-Account – ein Indiz, dass für die Qualität von Atzenis Arbeiten spricht und selbst Betrachtern gefallen dürfte, die nicht surfen, aber Sardinien und das Meer lieben.

© Stefano Atzeni

Doch ein paar Scrolls reichen schon aus, um zu entdecken, dass Atzenis Spektrum größer ist als Wellenreiten. Denn immer wieder fügt er Aufnahmen ein, die nichts weiter als Meer, Horizont und Himmel zeigen. Und die eine Magie ausstrahlen, die es schwer macht, sich ihr zu entziehen.

© Stefano Atzeni

Ihre Dynamik ist genau das Gegenteil der Surfbilder: die tausendfachen Bewegungen von Mensch und Meer sind nicht eingefroren wie griechische Statuen und funkelnde Edelsteine, sonder verschwommen und verwischt durch längere Belichtungszeiten oder Defokussierungen.

© Stefano Atzeni

Ihre Farbchromatik ist nicht dominiert von den klassischen Blau- und Türkistönen und einem manchmal zu eintönig blauem Himmel (zumindest für die, die ihn immer sehen…). Stattdessen verführen auf diesen Bilder, die durch die Unschärfe manchmal wie gemalt wirken, mit einem Meer vom Pastelltönen, dessen Spektren im oberen Teil changiert zwischen rosafarbenen Weißtönen, flammendem Apricot und einem endlos scheinenden, matten Blaugrau, nach unten hin getragen von blauschwarzen Quecksilberlegierungen…

© Stefano Atzeni

Diese Bilder von Atzeni sind von so bestechender Schönheit und Ruhe, dass man sie sich groß und am besten ohne störenden Rahmen an eine der eigenen vier Wände wünscht.

© Stefano Atzeni

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Eine Antwort

  1. Birgit Buxbaum sagt:

    Sehr geehrter Herr Lüdeke!

    Nicht nur die Bilder sind wunderschön, mir gefallen auch Ihre Beschreibungen sehr gut. Da bekommt man richtig Lust, einfach an einem sardischen Strand zu sitzen und zu schauen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Birgit Buxbaum

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