Corona ist schuld: Erste Skisaison mit Sardiniens einzigem und neuen Sessellift geplatzt

Schnee ist da am Bruncu Spina, wenn auch nicht viel. Aber das wahre Problem ist, dass die letzten nötigen Arbeiten an der Anlage durch die verschiedenen Lockdowns nicht mehr rechtzeitig abgeschlossen werden konnten.

Fonni, 19. Januar 2021. Es wäre zu schön gewesen, um wahr zu sein – nach drei Jahren totaler Skiabstinenz im einzigen Wintersportgebiet Sardiniens endlich den neuen Sessellift in Betrieb zu nehmen. Doch der Traum ist zumindest für die laufende Wintersaison geplatzt, sagte Daniela Falconi, Bürgermeister der Gemeinde Fonni, vor einigen Tagen der Nachrichtenagentur Ansa in einem Gespräch. Schuld seien am Ende Verzögerungen der ausstehenden Arbeiten gewesen, die sich schon aus dem ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr ergeben hätten. „Wir warten darauf, dass die letzten Arbeiten an der neuen Schutzhütte und die Endabnahme des Sessellifts in den kommenden Monaten abgeschlossen werden können“, so Falconi.

„Erheblicher wirtschaftlicher Schaden bei Hotels“

Die angeordnete Schließung der Hotels in der Wintersaison habe zudem einen „erheblichen wirtschaftlichen Schaden“ bei den Hoteliers in Fonni mit ihren rund 350 Übernachtungsplätzen verursacht. „Es ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass unser Hotel über den Jahreswechsel geschlossen geblieben ist“, erzählt Falconi, die Bürgermeisterin, die wie alle anderen besonders auf den Wintertourismus angewiesen ist, den es nur hier in Fonni, zu dessen Gemeinde der Bruncu Spina gehört, so ausgeprägt gibt.

Und in der Tat: selbst Sarden, die nicht Skifahren können, aber Schnee lieben, kommen wenigstens einmal in den meist kurzen Wintern nach Fonni für ein Wochenende, um einen Sprung in das kalte Weiß zu wagen. Wie im nicht weit entfernten Mamoiada zum Karneval ist dann hier kein einziger freier Platz mehr in den Hotel und Restaurants zu finden, alles ist permanent ausgebucht. Vor allem die Feste zum Jahreswechsel „sind immer unsere Haupteinnahmequelle gewesen“, so Falconi zu Ansa – „mit den Musikabenden, den lokalen Märkten und dem Verkauf von Produkten aus der Gegend“.

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