Polizei steht vor einem Rätsel: Fischer entdecken Deutsche vor Su Pallosu tot im Meer treibend

Die deutsche Rentnerin Brigitte P.

Seit Mittwochabend wird Brigitte P. in Narbolia (Provinz Oristano) vermisst, am Samstagmorgen wird sie von Fischern tot im Meer treibend aufgefunden. Die sardische Polizei steht vor einem Rätsel, was der Deutschen passiert sein könnte.

Die 76-Jährige soll bereits seit Jahren mit ihrem Ehemann in Nabolia gelebt haben, berichtet das Nachrichtenportal Sardiniapost. Am Samstagmorgen gegen neun Uhr hatten zwei Fischer den leblosen Körper der Frau einige Dutzend Meter von der felsigen Küste von Capo Mannu bei Su Pallosu entfernt im Meer treibend gefunden, schreibt L’Unione Sarda. Die Leiche wurde von der Guardia Costiera in den Industriehafen von Oristano und von dort zur Obduktion gebracht.

Genauso wie die Todesursache sei bislang völlig unklar, wie Brigitte P. überhaupt ans Meer gelangt ist, das von den kleinen Dorf Narbolia rund 10 Kilometer entfernt ist. Und vor allem, was die Rentnerin dort gemacht haben könnte.

Die Sendung „Chi l’ha visto?“ (Wer hat sie (die Person) gesehen?) vom öffentlichen TV-Sender Rai 3 habe kurz zuvor berichtet, dass P. am Mittwochabend um 23.30 Uhr nur mit einem Nachthemd bekleidet die Wohnung in Narbolia verlassen haben soll, ohne jemanden zu informieren, heißt es in einem Beitrag des Portals Castedduonline. Merkwürdig scheint auch, dass sie für den nächtlichen Ausflug im Nachthemd weder ihre Brille noch ihr Hörgerät, Handy oder sonstige Gegenstände mitgenommen habe, die sie sonst immer bei sich trage. Angeblich habe sie täglich Medikamente für eine Therapie zu sich nehmen müssen.

Berichten von Einwohnern zufolge soll die Dame an einer schweren Gehbehinderung gelitten haben und nicht in der Lage gewesen sein, allein auch nur einige Meter auf der Straße zu gehen.

Regionale Medien spekulieren nun, dass es sich um einen Kriminalfall handeln könnte. Allerdings gebe es bislang noch keine Verdächtigen, gegen die ermittelt werde. Das Ergebnis der Obduktion soll am Montag vorliegen. Ihre drei Söhne, zwei davon in Deutschland lebend, sollen inzwischen in Sardinien sein.

Ein Zusammenhang mit dem Unwetter von Mittwochabend und Donnerstag ist auszuschließen, da die Westküste der Provinz Oristano davon nicht betroffen war.

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