„Hilfe vom Festland könnte nötig werden“: Hohe Waldbrandgefahr für Cagliari

Forstbehörden von Cagliari in Sorge: Sollte ein Feuer unter den jetzigen Umständen im nördlichen Umland ausbrechen, müsste Hilf vom Festland angefordert werden, gelänge es nicht, den Brand rechtzeitig zu löschen. Foto: Corpo Forestale

Cagliari, 17. Juli 2019. Nachdem der große Waldbrand bei Tortolì an der Ostküste Sardiniens endgültig gelöscht scheint, schlagen nun die Feuerexperten für die Inselhauptstadt Cagliari Alarm. Für Donnerstag wurde wegen der anhaltenden Trockenheit und den meteorologischen Verhältnissen die Alarmstufe „Orange“ vorsorglich ausgerufen, die „hohe Brandgefahr“ bedeutet. „Unter diesen Umständen könnte es nötig werden, Hilfe vom Festland anzufordern, wenn es nicht gelingt, das Feuer schnell zu löschen“, warnte laut der Nachrichtenagentur Ansa einer Sprecher Protezione Civile.

Am Mittwoch gelang es der Feuerwehr unterdessen, offenbar, einen großflächigen Waldbrand in der Umgebung von Luras in den Bergen der Gallura zu löschen.

Den Flammen in Totolì sind auch Autos zum Opfer gefallen.

Weitere Feuer an mindestens 40 anderen Orten

Noch am Dienstag brannte es nach regionalen Medienberichten an mindestens 40 weiteren Orten in Sardinien. Das Feuer hat in diesen Tagen leichtes Spiel durch eine extreme Trockenheit und einen scharfen Mistral. Betroffen waren am Dienstag laut „L’Unione Sarda“ folgende Ortschaften:

• Im Sulcis in der Peripherie von Carbonia
• Alghero entlang der Küste von Fertilia
• ein Großfeuer in Sinnai bei Sa Spragaxia
• Serri entlang der Staatsstraße Richtung Nurri
• Pirri (Cagliari)
• Park von Molentargius (Cagliari)
• Olbia
• Sant’Isidoro
• Quartuccio nahe dem Acquapark „Diverland“

Erneut Evakuierungen in Tortolì

In Tortolì hatte es am Montag erneut Evakuierung gegeben haben. Betroffen waren rund 50 Personen des Strand-Resort Baia di Cea. Das Nachrichtenportal Sardiniapost berichtet, dass zusätzlich zwei Campingplätze für Caravans geräumt wurden.

Das Feuer war irekt am Meer am Lido di Orrì und bei Cea ausgebrochen und durch den immer noch starken Mistral sofort in Richtung Hotel und Capmingplätze getrieben worden sein – nahe der Gemarkungen Baccu und Tonara. Die Hotelgäste seien aufgefordert worden, sich zu Fuß zum Strand in Sicherheit zu begeben, hieß es. Bei den Löscharbeiten wird inzwischen nicht nur neben Bodentruppen der Feuerwehr ein Helikopter eingesetzt, sondern erneut auch zwei Canadair-Löschflugzeuge.

Die Forstbehörde hatte erst kurz zuvor am Montagmittag erstmals Flugbilder veröffentlicht, die das enorme Ausmaß der Schäden zeigen, die die Flammen seit Samstagnachmittag angerichtet haben.

Insgesamt sollen bei Tortolì mehr als 800 Hektar Macchia vernichtet worden sein. Auch einige Häuser konnten vor den Flammen nicht gerettet werden. Zeitweise waren rund 5000 Menschen aus angrenzenden Häusern, Campingplätzen und Einrichtungen an den Stränden evakuiert worden. Eine genaue Zahl über das Schadensvolumen lag zunächst nicht vor.

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