Warm, aquamarin, kristallklar: Chromatische Ekstase im gleißenden Licht des Frühlings

Verwirrend karibisch: Cala Zafferano bei Teulada in der Sulcis-Region an Sardiniens Südwestküste. Foto: Sardegna Geographic / Sergio Astarita

Wer den Namen Cala Zafferano hört, denkt bei Farben vermutlich an etwas anderes als ausgerechnet kristallines Topas, elektrisierendes Türkis oder endlos aquamarine Transparenz. Zwar blühen hier wirklich Krokusse, die das teuerste Lebensmittel der Welt hervorbringen, das hier nicht im Frühling, sondern im Herbst geerntet wird, im Oktober und November: Safran, zafferano, Kilopreis: zwischen 3000 und 5000 Euro.

Doch am „Safran-Strand“, der bei Teulada in Sardiniens wildem Südwesten der Sulcis-Region liegt, gibt es diese Farben nicht nur wirklich: sie explodieren hier. Sie leuchten besonders im frühen Frühjahr, wenn die Sonne hier im Vergleich zu Regionen nördlich der Alpen schon hoch steht, das Blau des Himmels aber noch rein und frei von dampfenden Hitzeschleiern ist. Ein spektrale Spektakel, das trunken macht. Eine nachhaltige Kur mit Tiefgang, für die nur die Augen die Farben dieser chromatischen Ekstase auf die Netzhaut fallen lassen müssen. Sonst nichts.

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