Audio-Crashkurs in sardischer Sprache

Max Leopold Wagner, Selbstportrait auf Sardinien, Datum und Ort unbekannt

Max Leopold Wagner, Selbstportrait auf Sardinien, Datum und Ort unbekannt

Was haben die Deutschen mit der sardischen Sprache am Hut? Erheblich mehr, als den meisten bekannt sein dürfte. Denn das Dizionario Etimologico Sardo, das dreibändige “Sardische Etymologische Wörterbuch” (1962), stammt aus der Feder des Münchners Max Leopold Wagner (1880-1962). Es gilt bis heute unangefochten als erstes Standardwerk der sardischen Sprache, die 1999 von der italienischen Regierung als eigenständige Regionalsprache anerkannt wurde. Wagner, der Romanistik unter anderem in Florenz studierte, promovierte 1907 an der Würzburger Universität mit dem Thema “Lautlehre der sardischen Mundarten”.

Der Hafen von Cagliari im Jahr 1905 - aufgenommen vom Münchner Sprachforscher Max Leopold Wagner.

Der Hafen von Cagliari im Jahr 1905 – aufgenommen vom Münchner Sprachforscher Max Leopold Wagner.

Wer einen Sardisch-Crashkurs mit 84 griffigen Alltagssätzen oder witzig-geistreichen Kommentierungen machen will, mit denen man (bei richtiger Anwendung…) sofort das Herz eines jeden Sarden im Sturm erobert (und im Zweifelsfall sympathische Lacher trotzdem auf seiner Seite hat), der sollte ein neues, virtuell-akustisches Sprachprojekt des Wahl-Sarden Bernd Sebastian Kamps besuchen – die Vital Sentences.

Damit phonetisch nichts auf der Strecke bleibt, hat der poliglotte Arzt Kamps, der seit 30 Jahren in Cagliari lebt, sardische Freunde vors Mikro gebeten. Max Leopold Wagner hätte sicher seine Freude gehabt.

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