Kontrolleure begrenzen Besuch an Traumstränden Sardiniens – und weisen Touristen ab

Der Natur zu Liebe sind Besuche auf der legendären „Spiaggia Rosa“ von Budelli schon seit 20 Jahren nicht mehr möglich. Einzige Ausnahme: Mauro Morandi, 79, Ex-Sportlehrer aus Modena und auf kuriosem Umweg verliebt hängen geblieben seit fast 30 Jahren in die Insel nicht als Robinson Crusoe, sondern als Hausmeister (hier ein Link zu einer Reportage von Ulf Lüdeke bei Deutschlandradio Kultur).

Wer den „Rosa Strand“ dennoch sehen will, unsterblich gemacht durch Kult-Regisseur Michelangelo Antonioni und Monica Vittis Traum in dem neorealistischen Streifen „Rote Wüste“ von 1967, kann dies dennoch tun. Und zwar vom Wasser aus entweder in mindestens 70 Meter Abstand zum Strand, wie es die Vorschriften des Naturparks vorsehen – oder per Landgang mit Bootsfahrten, die von mehreren Veranstaltern zum Beispiel von Hauptort La Maddalena aus angeboten werden.

Während das Betreten des „Roten Strandes“ wegen des exzessiven Klauens des roten Muschel-Sandes (hier Infos darüber, wie er entsteht) komplett untersagt ist, wurden das Betreten zweier sehr beliebter Strände an der Südküste des Golfo di Ogliastra in diesem Sommer zum ersten Mal zumindest eingeschränkt: Cala Mariolu (maximal 1000 Badegäste pro Tag) und Cala Biriola (maximal 300). Zu diesem Schritt hatte sich die zuständige Kommune Baunei entschlossen. Und sie wird dabei von den Tourismus-Unternehmen, die die Strände mit Booten ansteuern, unterstützt.

Die Strände werden von Mitarbeitern eines Konsortiums täglich überwacht, die Besucherströme gezählt. Wenn die Maximalzahl erreicht ist, werden weitere Badegäste abgewiesen. Die Kontrollen sollen sogar noch intensiviert werden, damit die Natur nicht vor Besuchern untergeht und der naturalistischen Charakter dieser Kleinode erhalten bleibt. „Die Besucher sind sensibilisiert worden für unser Anliegen, und deswegen ist es wichtig für uns, so weiter zu machen“, sagte der Touranbieter Silverio Musella dem sardischen TV-Sender „Videolinea“. Die Gäste jedenfalls zeigen sich in dem TV-Beitrag sehr zufrieden über den limitierten Zugang.

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