In der Gallura wackelt der Granit: Erdbeben der Stärke 3,5 vor Olbias Küste in weiten Teilen des Insel-Nordostens zu spüren

Olbia, 18. Februar 2020. Ein Erdbeben hat in der Nacht zum Dienstag zahlreiche Menschen im Nordosten von Sardinien aufgeschreckt. Nach Angaben des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) hat sich das Beben mit mehreren Erdstößen zwischen 23.46 Uhr am 17. Februar und 0.46 Uhr am 18. Februar rund 60 Kilometer östlich von Olbia ereignet. Das Epizentrum soll in einer Tiefe von 23 Kilometern gelegen haben.

Die Insel selbst gilt als erdbebeninaktiv. Die Meergegend, wo sich in der Nacht zum Dienstag die Erdstöße ereigneten, ist jedoch bekannt für eine gewisse vulkanische Aktivität in den etwas tieferen Schichten der Erdkruste. Seit 1985 (siehe Karte des INGV unten) haben sich dort mehrere Beben ereignet, die jedoch alle ohne Folgen auf dem sardischen Festland blieben – wie auch das neueste Beben.

Der Stern auf dieser INGV-Karte steht für das aktuelle Beben, die blauen Punkte für die anderen seit 1985.

In den vergangenen Jahren war Sardinien auch immer wieder für die Errichtung eines atomaren Endlagers im Gespräch – gerade wegen seiner geringen seismischen Aktivitäten. Italien ist in vier seismische Gefahrenstufen eingeteilt – 1 die gefährlichste, 4 die harmloseste. Sardinien zählt zur Kategorie 4, da unter der Insel keine Grenzen verschiedene tektonischer Platten verlaufen. Nur in Seegebieten kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Beben.

Ein Karte der italienischen Regierung aus dem Jahr 2015 mit den verschiedenen Gefahrenstufen. Grau bedeutet unbedenklich, Orange hohe Gefahr.

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