Liebespaar verirrt sich auf Weg zum Strand in Bergen der Ogliastra – nach Hilfeschreien kommt Helikopter zur Rettung

Der Helikopter, der das verirrte Paar rettete. Foto: Vidili del fuoco

Baunei, 21. Juni 2020. Es sollte ein netter Spaziergang nach Cala Biriola an der Felsküste der Ogliastra werden, doch für ein junges Paar aus Sassari wurde der Abstecher ein Albtraum. Die beiden Sassaresi waren am Vormittag von Florinas aus auf einem Trekking-Pfad nach Cala Biriola aufgebrochen. Die Pfade zu den Stränden Cala Golitzé, Cala Luna, Cala Sisine und Cala Biriola sind legendär für ihre Abgelegenheit und können nur über das Meer oder mehr oder weniger lange Trekkingpfade erreicht werden. Viele dieser Pfade sind ebenfalls berüchtigt dafür, ohne große Beschilderung auszukommen. Was das Paar – er 25, sie 20 – offenbar nicht wussten. Als sie vom Weg abkamen, verloren sie sich schließlich, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Da sie offenbar extrem unerfahren in dem Gelände waren, bekamen sie es mit der Angst zu tun – und begannen nach einiger Zeit, aus Leibeskräften um Hilfe zu rufen, da sie keinen Empfang mit ihren Handys hatten, was für einen Großteil der bergigen Küste des Supramponte gilt.

Doch die Verirrten hatten Glück: gegen 15.30 Uhr wurden die Hilferufe von einem Wassersportler gehört, der nahe der Küste mit seinem Motorboot entlangfuhr. Der Mann alarmierte über die Notrufnummer 115 die Sicherheitsbehörden, die einen Helikopter der Vigili del Fuoco schickten, um die beiden zu retten. Der Pilot brauchte jedoch dutzende von Minuten, die beiden zu finden, die sich unter einer dichten Baumvegetation befanden. Als sie jedoch begriffe, dass die Helikopter vermutlich nach ihnen suchen würde, holten sie ihre Handtücher raus und machten so auf sich aufmerksam. Der Rettungseinsatz soll eine Stunde gedauert haben.

Das junge Paar wurde in das Kranhaus San Francesco nach Nuoro gebracht, wo die Ärzte einen starken Erschöpfungszustand feststellten. Im Großen und Ganzen ging es den beiden jedoch gut, sodass sie noch am Samstagabend entlassen werden und zurück nach Sassari fahren konnte.

Wieviel die Rettungsaktion kostete und wer sie bezahlt, ist bislang unklar.

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