Zwei Wassersportler warnen mit Kunstprojekt in Sardinien vor Folgen der See-Vermüllung

Zu einem ungewöhnlichen Projekt haben sich die zwei sardischen Wassersportler Gaetano Mura und Carla de Gioannis entschlossen: Mit inszenierten Akten an noch weitgehend unvermüllten Orten der Küste ihrer Heimatinsel mahnen der Weltumsegler und die Schwimmerin vor der zunehmenden Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll. Der 50-jährige Modell-Athlet posiert als Fischmensch dafür allein und mit Martina Ardizzoni, Muras Lebensgefährtin de Gioannis steht hinter der Kamera.

Den Plastikmüll haben die beiden nicht aus Müllcontainer für die Fotosessions ins Meer geworfen, sondern nach eigenen Angaben in der unmittelbaren Umgebung zwischen Felsen und Klippen aus dem Wasser gefischt. „Leider war das die einfachste Aufgabe des Projekts, die schnell erledigt war“, zitiert das Online-Portal Sardiniapost den Segler. Noch sei das sardische Meer relativ wenig von der Vermüllung mit Plastik betroffen. Sie hoffen, dass durch den Kontrast der vor Sardinien noch „relativ unvermüllten Küste“ die Menschen stärker für Umweltbewusstsein sensibilisiert werden. „Inzwischen sind wir absolut begeistert von unserem Projekt und können sagen: dies ist erst der Anfang. Wir wollen es auch an anderen Orten fortsetzen“, sagt Mura.

Erst vor zwei Monaten hatte ein vor der Küste von Porto Cervo gestrandeter Kadaver eines trächtigen Pottwals für Aufsehen gesorgt. Biologen fanden im Bauch des Weibchens neben dem toten Embryo auch 22 Kilo Plastikmüll, an denen das Tier verendet war.

Seit 2009 wird der 8. Juni als Tag des Meeres von den Vereinten Nationen begangen. Ziel ist, mit Veranstaltungen und Informationen die Menschen auf die große Bedeutung der Ozeane für Ernährungssicherheit, Gesundheit und dem Überleben allen Lebens, für das Klima hinzuweisen.

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