Vorsicht beim Schmausen von Krustentieren: Meeresforscher aus Cagliari finden immer mehr Mikroplastik in Scampi

Cagliari, 10. Juli 2020. Die eine Geißel des Jahres heißt Corona, die andere Plastik. Zwar sind die beiden nicht wirklich miteinander zu vergleichen – auch, weil Letztere menschengemacht ist. Aber beim Meer geht es auch immer um unsere Gesundheit. Und die steht immer mehr auf dem Spiel, weil immer mehr Plastik in immer kleineren Teilchen in die Nahrungskette gelangt – und damit in unsere Körper.

Forscher der Universität Cagliari haben jetzt eine neue Studie vorgestellt, die dieser besorgniserregenden Entwicklung noch eine weitere Dimension hinzufügt. Das Team um Alessandro Cau fand heraus, dass Scampi in der Lage sind, Plastik auf Mikrogröße zu zerreiben. Denn in ihrem Verdauungstrakt befinden sich zahnartige Bereiche, die die Nahrung – und auch Plastik – mechanisch zermahlen.

Welche Folgeschäden der Verzehr von Mikroplastik im menschlichen Organismus hervorruft, ist bislang noch recht unzureichend erforscht. Dieser Frage nachzugehen ist eines der Hauptanliegen, das aus der Forschungsarbeit von Alessandro Cau resultiert. Denn ein Großteil der 80 Prozent von acht Milliarden Tonnen Plastik, das seit den Sechziger Jahren auf der Erde produziert wurde, ist im Meer gelandet.

Cau war auch an einer Forschungsarbeit zu Garnelen beteiligt, die bewies, dass der Plastikanteil in Därmen von Garnelen erheblich gestiegen ist, wie Sardinien Intim bereits berichtete.

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Eine Antwort

  1. antonia montessa sagt:

    das plastik ist nicht nur in scampi, sondern genauso in fischen und kalamari. wer gesehen hat wie die strände und das meer in sardinien die letzten jahre immer mehr zugemüllt wurde wundert sich nicht. solange zb obst und gemüse immer noch in plastiktüten verkauft wird, und die strandverkäufer billigstes plastikspielzeug made in china am strand anbieten wird sich nichts ändern.

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